From press at fsfeurope.org Tue Oct 3 16:02:56 2006 From: press at fsfeurope.org (Joachim Jakobs) Date: Tue Oct 3 16:04:32 2006 Subject: [FSFE PR][DE] DRM.info - =?iso-8859-1?q?=FCber_die?= Gefahren, die durch die Kontrolle privater Mediennutzung entstehen Message-ID: <200610031602.57123.press@fsfeurope.org> DRM.info - über die Gefahren, die durch die Kontrolle privater Mediennutzung entstehen Heute morgen hat eine Gruppe von Organisationen und Autoren DRM.info [1] in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Plattform über die möglichen Gefahren des Digitalen Restriktionsmanagement (DRM), die von der Free Software Foundation Europe (FSFE) initiiert wurde. "'Deine Geräte trauen Dir nicht', ist die wesentliche Aussage von DRM. Tatsächlich trauen sie Dir derart wenig, daß sie Dir nicht einmal verraten, daß Du unter Beobachtung stehst", sagt der Medienkoordinator der FSFE Joachim Jakobs. "Der Fall des SONY Rootkits hat gezeigt, wie Software heimlich und ohne Zustimmung des Anwenders installiert wurde, mit der der Anwender anschließend ausspioniert wurde. Und beim Entfernen des Schnüffelprogramms wurde dann auch noch das Windows Betriebssystem des Anwenders beschädigt." [2] Wegen der politischen Auswirkung, die die Kontrolle der Verkäufer über die Käufer von Computern, Media Playern, Handys und anderen Endgeräten mit sich bringt, wundert es nicht, daß Mancher es lieber sähe, wenn keiner über DRM Bescheid wüsste. Ein Verantwortlicher von Disney sagte dem 'Economist' [3] vor einem Jahr: "Wenn die Konsumenten auch nur ahnten, daß es DRM gibt, was es ist und wie es funktioniert, hätten wir schon verloren. Im Gegensatz dazu basiert DRM.info auf der Überzeugung, daß die Menschen informiert und an Entscheidungen beteiligt sein sollten, "die sie in sehr persönlicher Weise betreffen werden". "DRM Techniken beruhen darauf, daß Dritte mehr Verfügungsgewalt über Ihre Hardware haben als Sie selbst und daß ihre Interessen im Verhältnis zu Deinen im Zweifel überwiegen. Das ist auch dann der Fall, wo Sie legale und legitime Interessen haben - beispielsweise bei Ihren eigenen Daten", erklärt Georg Greve, Präsident der FSFE. Auch die Bibliotheken haben Anlaß, sich über den Einfluß von DRM auf das Weltkulturerbe, den künftigen Zugang zu freiem Wissen und die Ausübung von Anwenderrechten unter dem derzeitigen Urheberrecht zu sorgen. "Bibliotheken sehen DRM als Bedrohung ihrer Tätigkeit, da es den legitimen Zugang zu digitalen Inhalten erschweren oder sogar verhindern kann", sagt Teresa Hackett von eIFL.net. "Wir begrüßen DRM.info als eine Plattform für die öffentliche Debatte bei diesen für die Gesellschaft wichtigen Angelegenheiten." Georg Greve faßt zusammen: "DRM.info wird die Stille um DRM beenden und Sie können uns bei dieser Aufgabe helfen: Laden Sie sich den DRM.info web button jetzt gleich herunter [4] und verlinken Sie Ihre Seite mit uns!" [1] http://drm.info [2] http://www.schneier.com/blog/archives/2005/11/sonys_drm_rootk.html [3] http://www.economist.com/displaystory.cfm?story_id=4342418 [4] http://drm.info/artworks/drm-button Über DRM.info DRM.info ist eine Kooperation zwischen verschiedenen unabhängigen Organisationen und Einzelpersonen. Die vorgestellten Perspektiven geben die der betreffenden Organisation wieder und sind unabhänigig von der Meinung Anderer - es sei denn, es wird ausdrücklich darauf hingewiesen. Alle Beteiligten teilen die Bedenken über einen Mangel an gesellschaftlicher Debatte zu Themen, die mit DRM Techniken einhergehen. Beteiligte: Consumer Project on Technology (CPTech) Electronic Frontier Finland (EFFI) Electronic Information for Libraries (eIFL.net) Free Software Foundation Europe (FSFE) iCommons (iCommons) International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) netzpolitik.org (netzpolitik.org) außerdem: der unabhängige Autor Cory Doctorow Medienpartner: Linux Magazin Brasilien Linux Magazin Spanien PC World.cz, Tschechien Punto Informatico, Italien "DRM ist ein kritisches Thema wenn wir uns die Effekte dieser Techniken auf Innovation und Zugangsfreiheit anschauen. Punto Informatico glaubt daran, daß jede dieser Techniken wie DRM, die bereits heute einen herausragenden Einfluß auf die Entwicklung der Informationsgesellschaft nehmen, auf den Tisch gebracht und einer eingehenden öffentlichen Debatte unterzogen werden müssen. Punto Informaticos Aufgabe besteht auch nach über zehn Jahren immer noch darin, italienische Internet Anwender darüber zu informieren, welche Chancen jeder Einzelne von uns hat, um an der Gestaltung unserer digitalen Zukunft teilzunehmen." Paolo De Andreis, Punto Informatico, main editor. VNU Business Publications Deutschland "VNU Germany beteiligt sich an DRM.info, da wir in der Vergangenheit erlebt haben und davon überzeugt sind, daß DRM keinen Beitrag zu unserem Geschäft leistet, unseren Kunden dient oder neue Möglichkeiten auf dem Markt schafft." Christian Miessner, Associate Publisher Online -- Joachim Jakobs 1. Regionale und internationale Fellowship-Treffen 2. FSFE bei Wizards of OS in Berlin 3. Georg Greve beim SERCI-Workshop in Helsinki 4. FSFE bei der WIPO-Hauptversammlung 5. weitere öffentliche Auftrtitte 1. Regionale und internationale Fellowship-Treffen Regionale Treffen des Fellowships finden immer regelmäßiger statt: In Wien, wo das vierte österreichische Fellowship-Treffen stattfand, entschieden die Teilnehmer, von Treffen im Zweimonatsrhythmus zu monatlichen Treffen überzugehen. In Düsseldorf wurde das erste Fellowship-Treffen im Ruhrgebiet veranstaltet, weitere sollen folgen. Zugleich gewinnen die Vorbereitungen für das erste internationale Fellowship-Treffen in Bozen an Fahrt. http://fsfe.org/events/first_meeting_of_fellows 2. FSFE bei Wizards of OS in Berlin Die Free Software Foundation Europe nahm an Wizards of OS 4 vom 14. bis zum 16. September in Berlin teil. Eine zwölfköpfige Gruppe aus FSFE-Mitgliedern und Freiwilligen betrieb einen Stand und informierte Interessierte über Fragen zu Freier Software. Während der Konferenz gab Bernhard Reiter ein Interview über Freie Software im allgemeinen, Freie Software in Bildung, Wissenschaft, Staat und Verwaltung, Softwarepatente, Geschäftsmodelle auf der Basis Freier Software, Digitale Restriktionsmanagement (DRM) und die Arbeit der FSFE. Das Interview ist auf Deutsch online verfügbar unter http://netzpolitik.org/2006/netzpolitik-podcast-mit-bernhard-reiter-zu-freier-software/ Georg Greve gab ebenfalls mehrere Interviews. Eines über Freie Software als Kulturtechnik, die Frage, wie man Freie Software unterstützen kann, und andere Themen ist auch auf Deutsch online verfügbar unter http://netzpolitik.org/2006/netzpolitik-podcast-mit-georg-greve-von-der-fsfe/ Am Freitag veranstalteten Ciaran O'Riordan und Georg Greve einen Workshop über die GPLv3, in dessen Verlauf sie über den aktuellen Stand berichteten und erklärten, wie man am Prozeß der Ausarbeitung teilnehmen kann. http://www.wizards-of-os.org/index.php?id=2871 Am Samstag beteiligte sich Matthias Kirschner an der "Show des Freien Wissens", in der er Freie Software mit einem Gleichnis über Kochrezepte erklärte. http://www.wizards-of-os.org/index.php?id=2819&L= (auf Deutsch) 3. Georg Greve beim SERCI-Workshop in Helsinki Der FSFE-Präsident Georg Greve war zu einem Workshop der Gesellschaft für Ökonomische Forschung über Urheberrechtsfragen (SERCI) eingeladen, der Fragen zu Urheberrechten und Patenten im Bereich Software behandelte. Als einer der Redner einer politischen Podiumsdiskussion, an der Vertreter von Nokia, Microsoft und FFII teilnahmen, beantwortete Georg Greve Fragen zu politischen Gesichtspunkten Freier Software und dem Kartellverfahren gegen Microsoft. Eine kurze Zusammenfassung findet sich in seinem Blog unter http://www.fsfe.org/fellows/greve/freedom_bits/piracy_redefined_and_other_gems_from_helsinki 4. FSFE bei der WIPO-Hauptversammlung Ende September tagte die Hauptversammlung der WIPO, der UN-Organisation für Urheberrechte, Patente und verwandte Fragen. Die diesjährige Versammlung hatte zwei sehr strittige Punkte zu behandeln: die Zukunft des Tagesordnungsentwurfs zur Reform der WIPO und den möglichen "broadcasting treaty". Wie der FSFE-Präsident Georg Greve am Donnerstag von der WIPO-Hauptversammlung berichtete, scheinen sich beide Sachverhalte augenscheinlich besser zu entwickeln als erwartet: http://www.fsfe.org/fellows/greve/freedom_bits/wipo_general_assembly_broadcasting_treaty_development_agenda_and_better_ngo_participation 5. weitere öffentliche Auftritte Rainer Kersten, Bernhard Reiter und Werner Koch vertraten die FSFE bei einer Veranstaltung namens "come2linux" in Essen, wo sie einige interessante Gespräche mit Leuten führten, die sich für den Hintergrund Freier Software interessierten. Patrick Ohnewein und Reinhard Müller hielten beide je einen Vortrag auf dem "Tiroler Linuxtag", einer Veranstaltung zu Freier Software in Hall im Tirol. Patrick sprach über CoCOS, ein Kompetenzzentrum für Freie Software, und über Freie Software in Südtirol. Reinhard gab einen allgemeinen Überblick über Freie Software und informierte über das Fellowship. Auf der diesjährigen KDE-Konferenz in Dublin hielt Ciarán O'Riordan eine Grundsatzrede über Softwarepatente und leidete eine Birds-of-Feather-Sitzung zur GPLv3. Sie finden eine Übersicht über alle Newsletter der FSFE auf http://www.germany.fsfeurope.org/news/newsletter.de.html From press at germany.fsfeurope.org Tue Nov 14 12:06:02 2006 From: press at germany.fsfeurope.org (Free Software Foundation Europe) Date: Tue Nov 14 12:04:51 2006 Subject: [FSFE PR][DE] FSFE Newsletter Message-ID: 1. DRM.info-Plattform gestartet 2. Shane M. Coughlan und Maria Carli stellen sich vor 3. FSFE hilft bei der Befreiung der italienischen Postleitzahlen-Datenbank 4. FSFE auf der LWE Messe in Utrecht (Niederlande) und London (UK) 5. Schwedisches FSFE-Team auf den Internet-Tagen in Stockholm (Schweden) 1. DRM.info-Plattform gestartet Digitales Restriktionsmanagement (DRM) betrifft alle Anwender von digitaler Technologie. Gleichzeitig gibt es kaum einen kritischen Dialog darüber. Um dieses Thema anzusprechen, hat die FSFE mehrere Organisationen aus verschiedenen Bereichen wie Verbraucherrechte, Bibliotheken, digitale Rechte und Creative Commons angesprochen und gemeinsam mit ihnen DRM.info gestartet, eine Plattform, die eine bisher vermisste kritische Sicht auf dieses Thema ermöglicht. Der Start dieser Plattform wurde von Protesten in verschiedenen Städten, u.a. Zürich und Göteborg, begleitet, welche von der FSFE organisiert wurden, um die Menschen zu informieren, dass sie zumindest teilweise ihre Kontrolle über die Geräte, die sie gekauft haben, an dritte abgeben müssen, damit DRM funktioniert. Die Plattform, die auch Bilder von den Protesten enthält, finden Sie online unter http://DRM.info/ Bitte helfen Sie der FSFE und ihren Mitarbeitern auf DRM.info, die Informationen zu verbreiten: verweisen Sie auf DRM.info und machen Sie andere darauf aufmerksam! 2. Shane M. Coughlan und Maria Carli stellen sich vor Shane Martin Coughlan hat seine Vollzeitarbeit für die FSFE als Projektkoordinator begonnen. Shane wurde in Dublin geboren und ging dann im Rahmen seiner weiteren Ausbildung nach England. Er schloss seine Ausbildung 2003 in Birmingham mit einem MA in International Studies (Globalisation and Governance) ab. Er kam zur FSFE, weil er glaubt, dass Informations- und Kommunikationstechnologie der gesamten Gesellschaft zur Verfügung stehen sollte und die FSFE in einer guten Position ist, um auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Maria Luisa Carli arbeitet vom Oktober 2006 bis Juni 2007 als Praktikantin für die FSFE. Marilu wurde in Foligno (Italien) geboren. Sie schloss 2004 ihre Ausbildung in Handelsrecht ab und machte den MBA an der Universität von Perugia. Marilu kam zur FSFE, weil sie vom internationalen und motivierten Team und von der Begeisterung beeindruckt war, die diese Organisation treibt. Beide arbeiten zusammen mit Georg Greve, dem Präsidenten der FSFE, im neuen Büro der FSFE in Zürich (Schweiz), das als die dritte Arbeitszentrale neben Düsseldorf und Göteborg eingerichtet wurde. 3. FSFE hilft bei der Befreiung der italienischen Postleitzahlen Datenbank Nachdem die Postleitzahlen durch das Privatunternehmen Poste Italiane aktualisiert wurden, verschwand die offizielle Liste der Postleitzahlen, die bis dahin als komprimierte Textdateien auf der Webseite von Poste Italiane und dem Ministerium für Kommunikation zur Verfügung stand. Die Textdatei wurde verwendet, um Freie Software zu entwickeln, die in vielen kommerziellen Umgebungen nützlich war. Poste Italiane machte die neuen Postleitzahlen nur in proprietären Formaten (sogar verschlüsselt) und nur für proprietäre Software zugänglich, die nur auf einem bestimmten Betriebssystem oder über eine Suchfunktion im Web funktionieret. Da Postleitzahlen nach italienischem Gesetz öffentliche Daten sind, half das italienische FSFE-Team den Entwicklern von Freier Software mit juristischer Sachkenntnis und Schutz bei der Wiedererstellung der Liste der Postleitzahlen mit einem Crwaler, einem Programm, das Webseiten automatisch abruft. Die FSFE unterstützt auch einen offenen Brief an das Ministerium für Kommunikation, in dem man fordert, die Liste der Postleitzahlen wie zuvor zu veröffentlichen. http://www.italy.fsfeurope.org/it/projects/cap/ 4. FSFE auf der LWE in Utrecht (Niederlande) und London (UK) Auf der LWE 2006 in Utrecht präsentierte Georg Greve, Präsident der FSFE, den strategischen Wert von Freier Software in Unternehmen als Teil eines Freie-Software-Seminars in Zusammenarbeit mit Harald Welte. Die Veranstaltung diente auch dazu, der Öffentlichkeit das "Scientific Education and Learning in Freedom" (SELF) Projekt vorzustellen. Gareth Bowker und Rainer Kersten von der FSFE waren in London auf der LinuxWorld Expo vom 25. bis 26. Oktober mit einem Stand anwesend. Die Veranstaltung war sehr erfolgreich und erzeugte eine bedeutende Menge an Aufmerksamkeit für die Arbeit der FSFE in Europa - außerdem wurden viele mit der neuesten Mode von FSFE ausgestattet! Ein besonderer Dank geht auch an Richard Smedley und Simon Morris, die am Stand mitgeholfen haben. 5. Schwedisches FSFE-Team auf den Internet-Tagen in Stockholm (Schweden) In der letzten Oktoberwoche fand der jährliche Internet-Tag der swedischen "II Foundation" in Stockholm statt, an dem die FSFE mit ihrem schwedischen Team teilnahm. Neben einem Stand mit Informationen über unsere Aktivitäten nahm Jonas Öberg, Vizepräsident der FSFE, auch an einer Podiumsdiskussion über offene Formate für Dokumente teil. Das schwedische Team der FSFE war auch als einer der Empfänger des "II Foundation Stipendium" anwesend, das jedes Jahr während den Internet- Tagen vergeben wird. Das schwedische FSFE-Team erhielt das Stipendium, um die Aktivitäten des SELF-Projekts in Schweden zu ergänzen, insbesondere um mit Schulen in Schweden daran zu arbeiten, Unterricht auf der Basis von SELF-Material zu halten und um mehr Material von SELF in schwedischer Sprache verfügbar zu machen. Henrik Sandklef von der FSFE erhielt auch ein Stipendium von der II Foundation. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Übersetzung von Benutzerhandbüchern und anderer Dokumentation für GnuPG ins schwedische. Sie finden eine Liste aller FSFE Newsletter unter http://www.fsfeurope.org/news/newsletter.en.html From press at fsfeurope.org Wed Nov 22 14:32:47 2006 From: press at fsfeurope.org (Joachim Jakobs) Date: Wed Nov 22 14:33:21 2006 Subject: [FSFE PR][DE] Die FSFE wird =?iso-8859-1?q?Treuh=E4nderin_des?= Bacula-Projekts Message-ID: <200611221432.48025.press@fsfeurope.org> Die FSFE wird Treuhänderin des Bacula-Projekts Das Bacula-Projekt ist der erste Unterzeichner der Treuhänderischen Lizenzvereinbarung (Fiduciary Licence Agreement -- FLA), einer Übertragung von Exklusiven Nutzungsrechten an die FSFE, die es ihr erlaubt, das Projekt juristisch zu schützen. Kern Sibbald, Gründer und führender Entwickler der Bacula Netzwerk-Backup-Lösung, übertrug sein Copyright an die FSFE. "Ich wollte das Bekenntnis des Bacula-Projektes zu Freier Software bekräftigen," erklärte er. "Bacula war immer ein Gemeinschaftsprojekt und wir sichern das nur auf lange Sicht. Ich bin der FSFE sehr dankbar, dass sie diesen Dienst anbietet, denn es nimmt dem Projekt eine große administrative Last ab, was uns erlaubt, uns aufs Programmieren zu konzentrieren." Das Bacula-Projekt wird nun durch die Freedom Task Force der FSFE geschützt. Shane Coughlan, ihr Koordinator, erklärt: "Die FTF soll Projekte sicherer machen. Die Treuhänderische Lizenzvereinbarung trägt dazu bei. Wir wollen es den Entwicklern ermöglichen, sich auf ihre Hauptarbeit zu konzentrieren. Deshalb kümmern wir uns um die juristische Seite der Sache, während Kern weiter an einem phantastischen Netzwerk-Backupsystem arbeitet." Wir freuen uns, dass wir dem Bacula-Projekt helfen können, sein volles Potential auszuschöpfen. Aktuell entwickelt sich das Freie-Software-Ökosystem sehr schnell, und die FTF mit ihrer Treuhänderischen Lizenzvereinbarung sowie der Aufklärung über Lizenzen, Lizenzberatung und der Durchsetzung von Lizenzen stellt einen wichtigen Teil davon dar," betont Georg Greve und fügt hinzu: "Wir danken Stitching NLnet sehr dafür, dass sie ihren Teil beigetragen haben und hoffen, dass sich andere genauso an uns wenden werden, um diese Bemühungen zu unterstützen." Shane Coughlan fasst zusammen: "Unsere Aufgabe ist es, Einzelnen, Projekten und Firmen zu helfen, die Freie Software entwickeln und einsetzen. Der Auftrag von Bacula ist der erste Schritt unseres größeren Treuhänderprogramms. Wir freuen uns daruaf, bald auch andere Projekte an Bord zu begrüßen." Mehr über die Freedom Task Force unter http://www.fsfeurope.org/ftf Email-Adresse der Freedom Task Force: ftf@roundup.fsfeurope.org Über das Bacula-Projekt: Bacula ist ein Satz von Programmen, der es erlaubt, die Sicherung, Wiederherstellung und Verifizierung von Computerdaten über ein Netzwerk verschiedener Computer zu verwalten. Das Bacula-Projekt wird von Kern Sibbald verwaltet und koordiniert. Weitere Informationen (auf Englisch) unter http://bacula.org Kontakt: Free Software Foundation Europe Belgien: +32 2 747 03 57 DW 408 Schweiz: +41 43 500 03 66 DW 408 Großbritannien: +44 29 200 08 17 7 DW 408 Deutschland: +49 700 373 38 76 73 DW 408 Shane Coughlan, FTF Koordinator, FSFE Durchwahl: 408 Joachim Jakobs, Media Relations, FSFE Durchwahl: 404 Mobil: +49-179-6919565 Diese Mailingliste können Sie hier abonnieren: http://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/press-release-de Über die Free Software Foundation Europe: Die Free Software Foundation Europe (FSFE) ist eine gemeinnützige, regierungsunabhängige Organisation, die sich mit allen Aspekten der Freien Software in Europa beschäftigt. Der Zugang zu Software entscheidet, wer an der digitalen Gesellschaft teilnehmen kann. Freie Software wird dadurch definiert, dass sie von jedem Menschen uneingeschränkt benutzt, verändert und weitergegeben werden kann. Nur Software, die diese Kriterien erfüllt, ermöglicht Chancengleichheit im Informationszeitalter. Dies ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die Entwicklung Freier Software aktiv zu unterstützen, und ihr dabei politische und rechtliche Sicherheit zu verschaffen, sind die wichtigsten Ziele der FSFE, die 2001 als Schwesterorganisation der nordamerikanischen FSF gegründet wurde. Weitere Informationen über die Arbeit der FSFE finden Sie auf http://www.germany.fsfeurope.org/ -- Joachim Jakobs 1. Erste internationale Fellowship-Konferenz 2. Freedom Task Force nimmt Arbeit auf 2. FSFE wird die Treuhänderin von Bacula.org 4. Konstituierende Sitzung des Internet Governance Forums 5. Fünfte internationale Konferenz zur GPLv3 6. Trophées du Libre 7. Vorstellung von Mathias Klang 8. FSFE auf öffentlichen Veranstaltungen 9. Werden Sie aktiv: Reden Sie mit Ihrem Unternehmen über die FSFE! 1. Erste internationale Fellowship-Konferenz Mehr als 40 Fellows aus ganz Europa kamen auf der ersten internationalen Fellowship-Konferenz in Bozen im italienischen Südtirol zusammen. Die vornehmlichen Diskussionsthemen waren das Advocacy-Projekt, die Fellowship-Webseite, das neue Logo der FSFE und Vorabinformationen zur Freedom Task Force. Daneben nutzten die Fellows und Mitglieder des Kernteams der FSFE die Gelegenheit, sich persönlich kennenzulernen und im kleinen Kreis über verschiedene Themen zu sprechen. 2. Freedom Task Force nimmt Arbeit auf Nach jahrelanger Planung war die FSFE jetzt in der Lage, ihre jüngste Aktivität bekanntzugeben: die Freedom Task Force (FTF). Die FTF unterstützt auf drei Haupttätigkeitsfeldern Projekte und Unternehmen darin, ihre Freie Software rechtlich betreuen zu können: Fortbildung zum Thema "Lizenzierung", treuhänderische Dienste, und - falls nötig - die Durchsetzung von Lizenzen Freier Software. Die FTF ist ein Bezugspunkt und ein Ansprechpartner für all diese Themen und wird von Shane M. Coughlan koordiniert, der eng mit ähnlichen Projekten zusammenarbeitet, wie Harald Weltes gpl-violations.org. Die Gründung der Freedom Task Force wurde durch eine Spende von 30.000,- Euro von Stichting NLnet ermöglicht. Die FSFE dankt NLnet für ihre Unterstützung und ermuntert andere, dazu beizutragen, diese Tätigkeiten langfristig abzusichern; Sie können durch ehrenamtliches Engagement, Spenden und Teilnahme am Fellowship behilflich sein. http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release/2006q4/000159.html http://fsfeurope.org/ftf/ 3. FSFE wird Treuhänderin von Bacula.org Das erste Projekt, das von der Freedom Task Force der FSFE Gebrauch macht, ist Bacula.org, die unbestreitbar fortgeschrittenste Freie Software zur Datensicherung, die gegenwärtig verfügbar ist. Durch die Treuhänderische Lizenzvereinbarung (Fiduciary Licence Agreement -- FLA) der FSFE setzte Bacula.org die FSFE als Treuhänderin seiner rechtlichen Interessen ein, um die Freiheit des Projekts langfristig zu sichern. Bacula.org wird so geholfen, weiter zu reifen und sich auf die technische und administrative Koordination zu konzentrieren. http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release/2006q4/000161.html http://mail.fsfeurope.org/pipermail/press-release-de/2006q4/000103.html 4. Konstituierende Sitzung des Internet Governance Forums Die FSFE engagierte sich sehr auf dem UN-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society -- WSIS), auf welchem Georg Greve, Präsident der FSFE, die Arbeit der weltweiten Zivilgesellschaften an den Themen Freie Software, Offene Standards und Probleme bezüglich der Wissensbeschränkung mitkoordiniert. Eines der Ergebnisse des WSIS ist das UN-Internet Governance Forum (IGF), ein offenes, alle Interessengruppen einschließendes Gesprächsforum für die zukünftige Politik des Internetgebrauchs und der Internetregulierung. Um sicher zu stellen, dass solche Dialoge und weltweite politische Tendenzen Freie Software einschließen, wird die FSFE die Arbeit des IGF begleiten, dessen konstituierende Sitzung in Athen stattfand. FSFE-Präsident Georg Greve setzte das Thema "Freie Software" auf die Tagesordnung einer der Plenumssitzungen, ebenso nahm er an der Gründung des Gesprächsforums über Offene Standards und über Wissenszugang und Redefreiheit teil. http://fsfeurope.org/projects/igf/ 5. Fünfte internationale GPLv3-Konferenz Die fünfte internationale GPLv3-Konferenz fand in Tokio statt und wurde von der Free Software Initiative Japan (FSIJ), einer assoziierten Organisation der FSFE, veranstaltet. Georg Greve und Ciaran O'Riordan vertraten die FSFE auf dieser Veranstaltung, die wahrscheinlich die letzte internationale GPLv3-Konferenz vor der Veröffentlichung der GPLv3 im Frühjahr nächsten Jahres war. http://fsfeurope.org/projects/gplv3/tokyo-rms-transcript.de.html http://fsfeurope.org/projects/gplv3/tokyo-ciaran-transcript.de.html 6. Trophées du Libre Die dritte Verleihung der Trophées du Libre, veranstaltet vom Centre Européen de Transfer et de Recherche en Informatique Libre (CETRIL), fand im französischen Soissons statt. Als Zeichen, dass die FSFE diesen Weg, Freie Software-Projekte zu ermuntern und zu stärken, unterstützt, beteiligte sich FSFE-Präsident Georg Greve an der Jury und hatte viele interessante Gespräche mit anderen Leuten aus der Freien Software- Gemeinschaft. 7. Vorstellung von Mathias Klang Mathias Klang schloss sich dem Kernteam der FSFE an und verstärkt fortan das schwedische Team. Mathias erforscht rechtliche Aspekte der Informatik an der schwedischen Universität von Göteborg. Er studierte Jura in Göteburg und spezialisierte sich später auf IT-Recht an der Universität von Strathclyde in Schottland. Sein Forschungsschwerpunkt und seine Publikationen liegen vorrangig auf dem Gebiet von Gesetz und Technik in Verbindung mit Themen wie Demokratie, Menschenrechte, freie Rede, Zensur, Freie Software, offener Zugang und Ethik. Er veröffentlichte viele Forschungsartikel, daneben war er (mit Andrew Murray) Mitherausgeber eines Werkes unter dem Titel "Menschenrechte im digitalen Zeitalter" (2005) und schrieb (und verteidigte erfolgreich) eine Dissertation über "Zerstörerische Technologie: Auswirkungen der Technologieregulierung auf die Demokratie" (2006). 8. FSFE auf öffentlichen Veranstaltungen Viele Mitglieder des Kernteams der FSFE waren auf der südtiroler Konferenz über Freie Software (SFScon) im italienischen Bozen. Georg Greve vertrat die Free Software Foundation Europe, Jonas Öberg sprach über das SELF-Projekt, Stefano Maffulli hielt eine Rede über das Fellowship der FSFE und Werner Koch gab eine Einführung in Verschlüsselungstechnologien und einen Workshop über GnuPG und die Fellowship-Crypto-Karte. Die FSFE möchte den Organisatoren der Veranstaltung auch dafür danken, nach dem offiziellen Ende der eigentlichen SFScon auch noch die erste internationale Fellowship- Konferenz veranstaltet zu haben. Michael Kallas, Rainer Kersten und Güven Bay betrieben einen Stand auf der Linux World Expo (LWE) in Köln, wo sie eine Reihe interessante Gespräche führten und die Leute über die Arbeit der FSFE unterrichteten. Jonas Öberg hielt eine Rede über SELF und die GPLv3 am Update Computer Club der Uppsala-Universität in Schweden. Shane Coughlan sprach auf einem Treffen in der Züricher Innenstadt, welches von "Nexell informiert" am Mittwoch, dem 29. November veranstaltet wurde. Er stellte das Konzept der Freien Software vor und erklärte, wie die Freedom Taskforce (FTF) Unternehmen helfen kann, Freie Softwarelizenzen zu verstehen. Die Reaktionen von Seiten der Nexellkunden, von denen viele erwägen, im nächsten Jahr Freie Softwarelösungen einzusetzen, fielen sehr positiv aus. 9. Werden Sie aktiv: Reden Sie mit Ihrem Unternehmen über die FSFE! Von nun an wird jeder Newsletter einen Vorschlag enthalten, wie jeder zur Freien-Software-Bewegung und zur Arbeit der Free Software Foundation Europe beitragen kann. Es ist schon immer eine Kernaufgabe der FSFE gewesen, Freie Software bekanntzumachen, und jeder kann dazu beitragen, sogar in seinem alltäglichen Umfeld: * Informieren Sie die Entscheidungsträger Ihres Unternehmens über die Idee der Freien Software oder versuchen Sie sie zu Veranstaltungen über Freie Software zu bringen. * Informieren Sie sie über die Arbeit der FSFE und warum diese für sie von Belang ist. * Wenn Sie der Ansicht sind, Ihr Unternehmen könne von juristischer Fortbildung rund um das Thema "Freie Software" profitieren, verweisen Sie sie an die Freedom Task Force. * Ermuntern Sie sie, mehr für die Sicherung der Freiheit im digitalen Zeitalter zu tun, indem sie an die Free Software Foundation spenden. Sie finden eine Übersicht über alle Newsletter der FSFE auf http://www.germany.fsfeurope.org/news/newsletter.de.html